« am: 4 Februar 2010, 13:14:55 »
 | Nach etwas mehr als zwei Jahren gibt es Neues zu vermelden aus dem Süden Rapdeutschlands. Keno, Fatoni und Bustla sind Creme Fresh und, wenn man das so nennen will, die zweite Generation Muenchner Raps. Doch das reicht bei Weitem noch nicht, um das dritte Album „Organisiertes Zerbrechen“ zu erfassen.
Denn: Rap ist die Basis, der Rest ist handgemachte Musik und Mut zur Vielfalt. 15 Songs, die sich wann immer sie koennen, den gaengigen Mustern deutscher Rapmusik widersetzen, die zu jedem Zeitpunkt mehr Thom Yorke-Ästhetik als deutsches Raptestosteron in sich tragen. 15 Songs die unter der musikalischen Federfuehrung des Produzenten Bustla, überwiegend von ihm selbst oder den Mitgliedern der Marching Band Moop Mama live eingespielt wurden. 15 Songs, in denen Keno und Fatoni sich und dem Zuhörer eine Menge zutrauen: an Emotion, Tiefgang, Aufrichtigkeit, Komplexität. Geschichten von Versagensaengsten, Affen, Backjumps, Businesspunks und etwas sueßem Gebaeck.
Eine Platte in der kreative Versatzstuecke fuer mindestens drei Longplayer stecken, und die doch unverkrampft locker durch den Player deiner Wahl grooved. Wenn Sprache mit dem Beat fickt, dann ist es HipHop. Wenn Sprache mit dem Beat fickt, und beide danach noch Freunde bleiben, dann ist es HipHop a la Creme Fresh.
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